ι final attraction

Erstes Mal Mops

„Wie der Hund, so der Herr“ bzw. das Herrchen / Frauchen. Oder andersrum?

Erstaunlich jedenfalls, wie oft sich Haustier und Besitzer in gewisser Weise ähneln, oder? Manchmal ist es die Physiognomie, die beide für den Beobachter auf den ersten Blick verbindet. Wobei dies beispielsweise nicht bedeuten muss, dass die Besitzerin eines Mopses unbedingt auch mopsig ausschaut. Es ist oft ein entscheidender Charakterzug, der sich in der Mimik beider Lebewesen wiederfindet und ihre Liebe füreinander bestärkt.

Um beim Beispiel Mops zu bleiben: meine sehr liebe Freundin W. wünscht sich seit langem nichts sehnlicher als einen Mops. Leider ist ihr Göttergatte dagegen und bis jetzt hat sich noch kein Mittel zur Auflösung dieses Hindernisses gefunden.

Wie auch immer, Madame W. hat äußerlich rein gar nichts mit einem Mops zu tun. Sie ist sehr zierlich und immer auf Zack. Eine Dame, die erst stillsitzt, wenn sie K.O.-Tropfen genommen hat. Die gönnt sie sich einmal im Jahr wohldosiert, um ausnahmsweise sechzehn Stunden am Stück schlafen zu können. In dieser Zeit regeneriert sie sich rundum. Um dann die nächsten 364 Tage wieder durchgehend Vollgas zu geben. Übrigens ohne weitere Zuführung von Hilfsmitteln.

Demnach hat sie also auch mit dem eher gemütlichen Charakter des Schosshundes Mops so nix zu tun.

Bewirkt dann der offensichtliche Gegensatz, dass sie sich zu dieser Hundeart so hingezogen fühlt? Nein, da verkennt man eine weitere entscheidende Eigenschaft des Mopses. Er ist nämlich im Wesen genügsam. Der klassische “Begleithund” braucht  verhältnismäßig wenig Bewegung und wenig Platz im Vergleich zu manch anderen Hunderassen und gilt dabei als ein intelligenter und einfühlsamer Hausgenosse.

Ja, in Mopsens Genügsamkeit liegt seine Anziehungskraft auf Madame W.. Es ist ein Paradoxon, denn so anspruchsvoll und damit auch manchmal gnadenlos sie gegen sich selbst sein kann, während sie beruflich und privat Vollgas gibt, so ist sie ja im Umkehrschluss mit sich selbst sehr anspruchslos: Wenig Schlaf, wenig Freizeit, wenig Ruhe und Zeit für sich selbst.

Und da passt der Mops grad rein. Wenn Madame erschöpft nach Hause kommt, springt kein ausgeruhter Windhund an ihr hoch, der dringend noch drei Stunden Waldlauf will. Nein, ein ausgeruhter Mops begrüßt sie freundlich, ohne sie dabei fast umzurennen, wartet geduldig, bis er an der Reihe ist, und schmust dann auch noch gerne mit dem müden Frauchen. Welches  sich so effektiv und täglich die Batterien wieder aufladen kann.

Alleine deshalb wünsche ich Madame W. von Herzen sehr, dass ihr Göttergatte bald ein Einsehen hat und ihr dieses unschuldige Haustier namens Mops gönnt.

Welches Tier Monsieur W.  wohl gerne hätte? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht keines, auch vorstellbar.

Was ist euer geheimes Wunsch-Haustier, unabhängig von möglicherweise vorhandenen Hindernissen zur Erfüllung Eures Haustierwunschs? Oder seid Ihr diesbezüglich wunschlos glücklich?

P.S. ich bin KEINE Mops-Kennerin, sondern schließe bei meiner Mopsbeschreibung völlig expertenfrei von seinem Äußeren auf sein Inneres ! Und sollten wir uns eines Tages mal für einen Familienhund entscheiden, würde ich auf jeden Fall auch den Mops auf die Auswahlliste setzen. Mal sehen, was mein Liebster dazu sagt ; )

kim

photo credit: 01 Google Bilder / 02 mopsclub.de, Kim vom Sanddorn

© www.dieblauenstunden.com

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14 Thoughts on “ι final attraction

  1. Uli on 26. Mai 2013 at 20:16 said:

    Es gibt übrigens auch sogenannte “Sportmöpse”, die sogar joggen können, weil ihr Fahrwerk, pardon: ihre Beine, höher gelagert sind. Diese Mischlinge aus Mops (Schoßhund) und Beagle (Jagdhund) lassen aber dann auch wirklich keine Wünsche mehr offen. Leider konnte ich am Comer See solche Exemplare nicht sichten, denn der Norditaliener (oder zumindest die Menschen, die sich bei Regen und trüben Wolken aus ihrer schützenden Behausung wagten) bevorzugt eher die größeren Modelle, gerne in schwarz und schokobraun (sehr maskulin!). Gibt es eigentlich auch eine genderspezifische Typisierung der Hunderassen? Und wenn ja: Was ist von einem Mann mit Mops zu halten, wenn er nicht den Namen Loriot trägt?

    • Mann mit Mops geht immer! Ansonsten glaub ich, ist die Vorliebe des Menschen für eine spezielle Hundeart eher eine typ- als eine genderspezifische Sache. Eins steht jedenfalls fest: egal, welchen süßen Hund man erwählt, man muss bei jedem Wetter mit ihnen raus…XXX

  2. esmeralda on 25. Mai 2013 at 18:55 said:

    …habe so gelacht………that made my day……..auch ohne mops im haus

  3. Ich bin jetzt auch keine Hunde-Kennerin. Wir hatten immer Katzen im Haus und denen sagt man nach, dass sie einen eigenen Charakter haben. Sie passen sie weniger den Menschen an. Sie erwarten, dass sich der Menschen ihnen anpasst.
    Deine Gesichte gefällt mir trotzdem und ich kann mir vorstellen, dass da was dran ist. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten das sich Hund und Mensch irgendwann auch äußerlich ähneln. ;)
    Liebe Gruss, Cla

    Glamupyourlifestyle.blogspot.de

    • Liebe Cla, danke für deinen lieben Kommentar Es ist im Grunde ähnlich wie bei Paaren, die lange zusammen sind, oder wie bei sich nahestehenden Geschwistern – aus ihnen wird irgendwann eine Art Gesamterscheinung wie Patt und Patterchen, mit einer Mimik und Gestik wie Zwillinge. Eine Katze wirkt selbstbestimmter als ein Hund, das Gefühl habe ich als Nichtexpertin auch manchmal. Liegt vielleicht daran, daß Katzen im Gegensatz zu Hunden keine Rudeltiere mit einem Anführer sind, sondern ihre eigenen Wege gehen?
      LG, Julia

  4. Oh, das ist ein Thema, liebe Julia, über das wir sehr oft reden! Und ich finde tatsächlich, dass die Hunde oft enorm gut zum jeweiligen Frauchen/Herrchen passen, und zwar vom Optischen aber auch durchaus vom Charakter her sowie wie Du hier wunderbar die mopswünschende Dame beschrieben hast :)

    Mir fällt das beispielsweise auch absolut bei unseren Katzen auf. Meine Katze, unser Leylchen, der will nämlich sehr gerne seine Ruhe, aber ab und an kommt der dann und pocht auf Aufmerksamkeit und verschafft sich notfalls lauthals Gehör. Aber dann ist es schnell wieder gut mit Streicheleinheiten und er geht wieder seine eigenen Wege. Ansonsten ist er aber sehr verträglich und lieb ;)

    Alles Liebe von Deiner Rena

    http://www.dressedwithsoul.blogspot.de

    • Eine sehr sympatische Katze hast Du, finde ich : ) Überhaupt bin ich auch ein großer Katzenfan. Sie haben so etwas unabhängiges und selbstbestimmtes, wenn man sie lässt. Gartengänger, die gelegentlich mal mit ihrem ganzen Charme vorbeischnurren, sind doch besonders süß ; )
      XX

  5. Loriot hat darauf die passende Antwort gegeben: “Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.”
    Liebe Grüße von einer Leider-auch-nicht-Bemopsten – S

    • Ja, das ist ein wunderbarer Spruch. Seltsam, eigentlich ist Herr W. meiner Kenntnis nach ein großer Loriot-Fan. XX

  6. Sehr süßer Blogpost :) Aber da ist wirklich etwas dran – zu manchen Personen passen einfach manche HUnde und manche gar nicht…

    Liebe Grüße aus München,

    Vanessa
    http://www.pureFASHION.tv

    • Danke ; ) Ja, es ist wie mit dem berühmten Topf und Deckel – das muss passen, sonst gehts nicht. LG aus NBG XX

  7. I agree, sometimes dog and owner resemble each other.

    LUXESSED

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